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FSA veröffentlicht Jahresbericht 2019

Berlin, 06. März 2020 - Der Verein „Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie e.V.“ (FSA) hat seinen aktuellen Jahresbericht veröffentlicht und zieht darin eine positive Bilanz für das Berichtsjahr 2019. Der Bericht enthält die Urteile der Schiedsstelle im Wortlaut und gibt einen Überblick über die thematischen Schwerpunkte der Vereinsarbeit. Der Jahresbericht 2019 kann auf der Website des FSA in digitaler Form heruntergeladen werden und ist im Druckformat über die Geschäftsstelle erhältlich.

Als freiwilliger Zusammenschluss hat der FSA das Ziel, fairen Wettbewerb unter den Pharmaunternehmen mit Regeln, Werten und – wenn nötig – mit wirksamen Sanktionen durchzusetzen. Diesem Auftrag wurde der FSA 2019 bereits im 15. Jahr seit der Gründung durch die Mitgliedsunternehmen des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (vfa) gerecht. Die Arbeit des FSA-Schiedsgerichts und die Veröffentlichungen der FSA-Mitgliedsunternehmen im Rahmen der Kodizes sind Beleg für diesen Anspruch.

Im Jahr 2019 gehörten 56 Pharmaunternehmen dem FSA an und verpflichteten sich damit zur Einhaltung der Kodizes des Vereins. Gemeinsam decken diese rund 75% des deutschen Markts für verschreibungspflichtige Medikamente ab. „Der FSA hat auch 2019 wieder auf vielfältige Weise einen Beitrag dazu geleistet, die Wahrnehmung pharmazeutischer Unternehmen in der Öffentlichkeit, bei Politik und Ärzteschaft zu verbessern. Die aktive Information mündiger Patientinnen und Patienten ist und bleibt für die FSA-Mitgliedsunternehmen kein Lippenbekenntnis, sondern gelebte Praxis und langfristige Selbstverpflichtung“, so FSA-Geschäftsführer Dr. Holger Diener.

Im Berichtszeitraum wurden dem FSA 40 Beanstandungen vorgelegt, darunter sechs durch Mitglieder, eine durch ein Nicht-Mitglied und 33 durch anonyme Dritte. Alle Beanstandungen zogen automatisch ein Verfahren nach sich und richteten sich gegen Mitgliedsunternehmen. Gegenstand der Beanstandungen waren jeweils Verstöße gegen den FSA-Kodex-Fachkreise. Dieser regelt die Zusammenarbeit zwischen Pharmaunternehmen und Ärztinnen und Ärzten sowie Einrichtungen und Organisationen im Gesundheitswesen. Im Vordergrund standen Fragen der Auswahl von Veranstaltungsstätten bei internen und externen Veranstaltungen und der Bewirtung bei Arbeitsessen und an Kongressständen.

„Das Wohl von Patientinnen und Patienten steht an erster Stelle“

Zum zehnten Mal in Folge haben die FSA-Mitgliedsunternehmen im Berichtsjahr 2018 über Form und Höhe ihrer Zuwendungen an Organisationen der Patientenselbsthilfe informiert. Dabei erfolgte die Publikation der Leistungen bereits zum dritten Mal in Form einer öffentlich zugänglichen Online-Datenbank. Im Berichtsjahr 2018 belief sich die Höhe der Zahlungen auf rund 7,2 Millionen Euro. Die Präsentation der Zahlen für das Jahr 2018 fand im Rahmen der Veranstaltung „10 Jahre Transparenz“ mit Vertretern des deutschen Gesundheitswesens in Berlin statt. Peter Solberg, Vorstandsvorsitzender des FSA, zog ein positives Resümee: „Das Wohl von Patientinnen und Patienten steht für die FSA-Mitglieder an erster Stelle. Daher sind wir stolz darauf, mit den Veröffentlichungen unserer Unternehmen seit nunmehr einem Jahrzehnt einen Beitrag zur Unabhängigkeit und Neutralität von Patientenorganisationen zu leisten.“

Darüber hinaus haben die FSA-Mitglieder zum dritten Mal alle Leistungen an Ärztinnen und Ärzte, Fachkreisangehörige und medizinische Institutionen im Rahmen des Transparenzkodex veröffentlicht. Wie immer bezogen sich die Zahlen auch bei dieser Veröffentlichung auf das Vorjahr. Die Gesamtsumme der veröffentlichten Leistungen lag 2018 nach Schätzungen von vfa und FSA bei 639 Mio. Euro. Die Forschung machte den größten Posten aus (413 Mio. Euro), gefolgt von Leistungen für die Unterstützung von Veranstaltungen, Kongressen, Einrichtungen und medizinischen Organisationen (120 Mio. Euro) und Leistungen für Fortbildungen und Vorträge (106 Mio. Euro).

Wenn Ärztinnen und Ärzte einverstanden sind, werden Fortbildungsleistungen namentlich veröffentlicht. Für das Veröffentlichungsjahr 2018 haben rund 21 % solch einer individualisierten Nennung zugestimmt. Damit lag die Quote leicht über dem Vorjahresniveau von 20 %. In Deutschland geht damit bereits im vierten Veröffentlichungsjahr jeder fünfte Mediziner diesen Weg. Dr. Holger Diener, Geschäftsführer des FSA, stellt fest: „Die Zahl der Ärztinnen und Ärzte, die einer namentlichen Nennung zugestimmt haben, ist leicht gestiegen. Das zeigt, dass sich der Transparenzkodex im Gesundheitswesen etabliert hat und das ist eine gute Basis, um noch mehr zu erreichen. Deshalb werben wir weiter für eine möglichst große Unterstützung bei Ärztinnen und Ärzten. Etwa mit der aktuellen Informationsaktion „Pioniere müssen sich nicht verstecken“ auf unserer Website.“

15 Jahre Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie

Außerdem markierte die Feier zum 15-jährigen Bestehen des FSA einen besonderen Höhepunkt im Vereinsjahr. Beim Festakt mit Gästen aus Gesundheitswesen, Politik, Wirtschaft und Medien – darunter etwa vfa-Präsident Han Steutel und der Soziologe Prof. Dr. Armin Nassehi – wurde auf bisher Erreichtes zurückgeblickt und kommende Herausforderungen diskutiert.

Der Vorstandsvorsitzende Peter Solberg unterstrich, dass der FSA in den vergangenen 15 Jahren viele seiner Ziele erreicht hat: „Der FSA hat einen wichtigen Beitrag geleistet, die Selbstverständlichkeit der Zusammenarbeit der Unternehmen mit Fachkreisangehörigen und Patientenorganisationen zu belegen. Diese Zusammenarbeit ist immer am Wohl der Patientinnen und Patienten ausgerichtet. Die letzten 15 Jahre sind zudem Beleg dafür, dass die Unternehmen eine branchen-initiierte Selbstregulation erfolgreich und nachhaltig bewerkstelligen. Dieser kategorische Imperativ wird auch in Zukunft unser Ansporn sein“, so Solberg weiter.

Darüber hinaus haben die Mitgliedsunternehmen des FSA im vergangenen Jahr verstärkt im öffentlichen Diskurs Stellung bezogen und sich für den Erhalt der Pluralität in der ärztlichen Fortbildung eingesetzt. „Eine Vielfalt von Veranstaltern ermöglicht eine Vielzahl von Veranstaltungen – mit unterschiedlichen Inhalten und Schwerpunkten. Der Wert einer Fortbildung bemisst sich an der Erfüllung wissenschaftlicher Kriterien, mithin ihrem Inhalt, aber nicht am Veranstalter oder Sponsor“, so Geschäftsführer Dr. Holger Diener. Die Industrie ist – bei Einhaltung der wissenschaftlichen Regularien – ein genauso valider Sponsor und Ausrichter von Veranstaltungen wie andere Institutionen oder Organisationen auch. Aus Anlass der öffentlichen Debatte über die Zukunft der ärztlichen Fortbildung haben Vorstand und Geschäftsführung des FSA deshalb im Dezember 2019 ein Positionspapier verabschiedet.

Pressekontakt

Florian Meidenbauer
SK medienconsult

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