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Transparenzkodex sorgt für Klarheit 

  • Transparenzkodex im vierten Jahr
  • Pharma-Industrie setzt Standard im Gesundheitswesen
  • Zustimmungsquote der Ärztinnen und Ärzte leicht gestiegen

Berlin (vfa). Zum vierten Mal in Folge veröffentlichen Pharma-Unternehmen ihre Leistungen an Ärztinnen und Ärzte, Fachkreisangehörige und medizinische Institutionen. Dazu haben sich die Mitgliedsunternehmen von vfa und FSA im Transparenzkodex verpflichtet. Wie immer, beziehen sich die Zahlen auf das Vorjahr.

Die Gesamtsumme der veröffentlichten Leistungen liegt 2018 nach Schätzungen von vfa und FSA bei 639 Mio. Euro. Die Forschung macht den größten Posten aus (413 Mio. Euro), gefolgt von Leistungen für die Unterstützung von Veranstaltungen, Kongressen, Einrichtungen und medizinischen Organisationen (120 Mio. Euro) und Leistungen für Fortbildungen und Vorträge (106 Mio. Euro).

„Die Pharma-Industrie hat mit dem Transparenzkodex einen Standard im Gesundheitswesen gesetzt. Wir bleiben bei unserer Linie, die Leistungen der Industrie konsequent zu veröffentlichen. Das schafft Klarheit und zeigt unseren Beitrag für eine moderne Medizin“, sagt der Vorsitzende des vfa, Han Steutel.

Der Transparenzkodex verpflichtet alle Mitgliedsunternehmen von vfa und FSA, ihre Gesamtleistungen an Ärztinnen und Ärzte und medizinische Einrichtungen bis zum 30. Juni bekannt zu machen. Wenn Ärztinnen und Ärzte einverstanden sind, werden Fortbildungsleistungen dabei namentlich veröffentlicht. Für das Veröffentlichungsjahr 2018 haben rund 21 % solch einer individualisierten Nennung zugestimmt. Damit lag die Quote leicht über dem Vorjahersniveau von 20 %.

Dr. Holger Diener, Geschäftsführer des FSA, stellt fest: „Die Zahl der Ärztinnen und Ärzte, die einer namentlichen Nennung zugestimmt haben, ist leicht gestiegen. Das zeigt, dass sich der Transparenzkodex im Gesundheitswesen etabliert hat und das ist eine gute Basis, um noch mehr zu erreichen. Deshalb werben wir weiter für eine möglichst große Unterstützung bei Ärztinnen und Ärzten. Etwa mit der aktuellen Informationsaktion „Pioniere müssen sich nicht verstecken“ auf unserer Website.“

Eine Namensnennung ohne Zustimmung der Betroffenen ist datenschutzrechtlich nicht möglich. Lehnen Ärztinnen und Ärzte eine individualisierte Veröffentlichung ab, werden diese Leistungen als Teil des Gesamtbetrages der Fortbildungsleistungen eines Unternehmens aber dennoch publiziert.

Nützliche Links & Infos:

Infografik zu den aktuellen Transparenzzahlen: https://www.vfa.de/presse-transparenzkodex-2019

Links zu den Veröffentlichungen der teilnehmenden Unternehmen (ab 1. Juli): https://www.fsa-pharma.de/de/kodizes/transparenzkodex/veroffentlichungen-transparenzkodex

Erklärungen zum Transparenzkodex: https://www.fsa-pharma.de/de/kodizes/transparenzkodex/gestellte-fragen

Link zur jüngsten Info-Aktion „Pioniere müssen sich nicht verstecken“: https://www.fsa-pharma.de

Hintergrund zur Pharma-Forschung in Deutschland: Neben Leistungen an Ärzte und medizinische Einrichtungen - die im Transparenzkodex veröffentlicht werden - kommen noch erhebliche Sachinvestitionen und Betriebsaufwendungen hinzu. Deshalb liegen die Gesamtausgaben der Pharma-Industrie für Forschung höher als der im Transparenzkodex erfasste Betrag: Insgesamt investieren forschende Pharma-Unternehmen im Jahr 2018 rund 6,2 Milliarden Euro in die Entwicklung neuer Medikamente.

Pressekontakte:

Dr. Jochen Stemmler, vfa-Pressesprecher, Tel.: 030 20604-203, j.stemmler@vfa.de

Dr. Holger Diener, FSA-Geschäftsführer, Tel.: 030 887 28 17 00, h.diener@fsa-pharma.de

Der vfa ist der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 45 weltweit führenden Herstellern und ihren über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des vfa repräsentieren rund zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in Deutschland mehr als 80.000 Mitarbeiter. Mehr als 17.000 davon arbeiten in Forschung und Entwicklung. Folgen Sie uns auf Twitter: www.twitter.com/vfapharma

Der Verein "Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie e.V." (FSA) ist der Zusammenschluss von 56 namhaften Pharma-Unternehmen. Der Verein wurde am 16. Februar 2004 von den Mitgliedern des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller gegründet. Der FSA überwacht die korrekte Zusammenarbeit von pharmazeutischen Unternehmen und Ärzten, Apothekern sowie weiteren Angehörigen der medizinischen Fachkreise und den Organisationen der Patientenselbsthilfe. Hierzu hat der FSA Kodizes mit Verhaltensgrundregeln entwickelt, die eine unlautere Beeinflussung von Ärzten und Patientenorganisationen ausschließen. Zur wirksamen Durchsetzung wird jede Missachtung öffentlich gemacht und sanktioniert. Hierdurch wird den Verhaltenskodizes Nachdruck verliehen. Verstöße kann jeder melden, auch anonym. Folgen Sie uns auf Twitter.