FS Arzneimittelindustrie e.V.

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25.03.2019

10 Jahre Transparenz bei der Zusammenarbeit von Patientenorganisationen und Pharmaunternehmen

FSA-Mitgliedsunternehmen ziehen positive Bilanz

  • Mitgliedsunternehmen des FSA veröffentlichen zum zehnten Mal ihre finanziellen Leistungen an Patientenorganisationen
  • Leistungen betragen 2018 ca. 7,2 Millionen Euro für das Berichtsjahr 2018
  • FSA-Vorstandsvorsitzender Peter Solberg: Veröffentlichungen im Rahmen des Kodex belegen Unabhängigkeit der Patientenorganisationen


Berlin, 25. März 2019 – Zum zehnten Mal in Folge haben die Mitgliedsunternehmen des FSA über Form und Höhe ihrer Zuwendungen an Organisationen der Patientenselbsthilfe informiert. Bereits zum dritten Mal erfolgt die Publikation der Leistungen zusätzlich in Form einer öffentlich zugänglichen Online-Datenbank. Im Berichtsjahr 2018 belief sich die Höhe der Zahlungen auf rund 7,2 Millionen Euro und damit im Ergebnis vermutlich erneut auf weniger als 10 Prozent der Zuwendungen, die die Patientenorganisationen durch die gesetzlichen Krankenkassen im Wege der Selbsthilfeförderung erhalten.

„Die Therapieansätze, -optionen und die daraus resultierenden Arzneimittel werden immer komplexer und damit auch erklärungsbedürftiger. An dieser Schnittstelle leisten Patientenorganisationen einen unerlässlichen Beitrag. Die im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Höhe der Leistungen ist die Konsequenz dieser Entwicklung und belegt zugleich den Wert, den die pharmazeutischen Unternehmen der Arbeit von Patientenorganisationen beimessen“, so FSA-Geschäftsführer Dr. Holger Diener. „Der FSA-Kodex Patientenorganisationen und die Selbstkontrolle des FSA stellen sicher, dass die Leistungen auf ethischer Grundlage erfolgen.“

Bereits 2008 hatten die Mitgliedsunternehmen des FSA durch den Kodex verbindliche Regeln für die Zusammenarbeit zwischen Arzneimittelherstellern und Patientenorganisationen geschaffen. Seit 2009 publizieren die FSA-Mitglieder in diesem Sinne jährlich ihre finanzielle Unterstützung an Selbsthilfeorganisationen, wie das Sponsoring von Veranstaltungen oder die Übernahme von Druckkosten für Informationsmaterialien. Damit haben die FSA-Mitglieder bereits 2009 eine Pionierrolle beim Thema Transparenz übernommen.

Die Präsentation der Zahlen für das Jahr 2018 fand im Rahmen einer Jubiläumsveranstaltung „10 Jahre Transparenz“ mit Vertretern des deutschen Gesundheitswesens in Berlin statt. Peter Solberg, Vorstandsvorsitzender des FSA, zog ein positives Resümee der Jubiläumsveröffentlichung: „Das Wohl von Patientinnen und Patienten steht für die FSA-Mitglieder an erster Stelle“, so Solberg. „Daher sind wir stolz darauf, mit den Veröffentlichungen unserer Unternehmen seit nunmehr einem Jahrzehnt einen Beitrag zur Nachvollziehbarkeit der Kooperationen und damit zur Unabhängigkeit und Neutralität von Patientenorganisationen zu leisten.“

Die Geschäftsführung des FSA verwies in ihrem Vortrag auf das Verhältnis von gesetzlichen Rahmenbedingungen und unternehmerischer Selbstverpflichtung. „Die FSA-Mitgliedsunternehmen schaffen mit den Veröffentlichungen eine Transparenz, die weder vor 10 Jahren noch heute vom Gesetzgeber gefordert wird“, so Holger Diener. „Die Entscheidung zur Transparenz war der richtige Schritt. Sie hat nachhaltiges Vertrauen in den notwendigen Austausch zwischen der Industrie und den Patientenorgani-sationen geschaffen.“

In seinem Grußwort stellte Dr. Uwe Broch, Geschäftsführer Justiziariat des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) klar: „Der vfa macht sich für die Einhaltung ethischer Verhaltensweisen und für Transparenz bei der Zusammenarbeit mit allen Partnern im Gesundheitswesen stark. Das gilt selbstverständlich auch bei der Zusam-menarbeit mit Patientenorganisationen“, so Broch.

Hannelore Loskill, Bundesvorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung, chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen (BAG SELBSTHILFE e.V.) betonte in ihrer Ansprache die Bedeutung von Patientenorganisationen. „Viele Menschen engagieren sich deutschlandweit in den mehr als 70.000 Patientenselbsthilfegruppen“, so Loskill. „Diese Patientenorganisationen wissen, wie Patienten und ihre Angehörigen Krankheiten erleben und sollten auch weiterhin von allen Beteiligten im Gesundheitswesen unterstützt werden.“

Udo Schauder, Head of Public Affairs Diabetes & Cardiovascular der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH und Vorsitzender vfa-Unterausschuss Patienten, erläuterte, dass von der Zusammenarbeit sowohl Patientenorganisationen als auch Pharmaunterneh-men profitieren. „Die Selbsthilfeorganisationen erhalten Unterstützung und Hilfestellung, die Unternehmen wiederum bekommen einen Einblick in Krankheitsbilder und Praxiserfahrungen bei der Anwendung von Arzneimitteln“, so Schauder. „Dass diese Kooperation durch den Kodex transparent wird, ist für die Unternehmen eine Selbst-verständlichkeit.“

Die Teilnehmer der abschließenden Podiumsdiskussion zogen ein positives Resümee: „Mündige und informierte Patienten brauchen Transparenz“, so Holger Diener. „Deshalb ist sie für die FSA-Mitgliedsunternehmen auch kein Lippenbekenntnis, sondern seit nunmehr zehn Jahren gelebte Praxis.“

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FSA-Transparenzkodex

Umfassende Informationen zum FSA-Transparenzkodex sowie die Transparenzlisten finden Sie unter www.pharma-transparenz.de.

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